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Die Anti-Baby-Pille

Beim Thema Verhütung für Frauen kommt, noch vor dem Femidom, zuerst die Anti-Baby-Pille auf. Die Pille ist seit 1960 das meist verwendete Mittel gegen Schwangerschaft und ist laut Pearl Index das sicherste und zuverlässigste Hormonpräparat zur Empfängnisverhütung.

Doch wie wirkt die Anti-Baby-Pille, welche Prozesse löst sie im Körper der Frau aus und was macht sie so sicher?

Die Wirkung der Anti-Baby-Pille

Zunächst lassen sich im Körper der Frau drei Prozesse beobachten, die durch die Pille ausgelöst werden.

  1. Durch die Einnahme der Pille können keine Eizellen am Eierstock heranreifen, was verhindert, dass der Eisprung stattfindet. Dies ist dadurch zu erklären, dass die Östrogene und Gestagene in der Anti-Baby-Pille die Produktion der Wirkstoffe Estradriol und Progesteron im Eierstock verhindert. Dadurch können keine Eizellen am Eierstock heranreifen und der Eisprung wird verhindert.
  2. Außerdem wird durch die Einnahme und die dadurch ausgelöste Gestagenwirkung der Schleimpfropf des Gebärmutterhalses so verändert, dass seine zähflüssige Konsistenz das Eindringen von Spermien erschwert.
  3. Die Gebärmutterschleimhaut wird nur teilweise aufgebaut und verhindert dadurch die Einnistung einer befruchteten Eizelle.

Die verschiedenen Arten der Pille

Neben der herkömmlichen Anti-Baby-Pille, die je nach Hersteller kleine Veränderungen in Verträglichkeit und Nebenwirkungen zeigen, gibt es noch zwei nennenswerte Arten der Pille:

  • Die Minipille verzichtet im Gegensatz zu der regulären Kombinationspille auf die Östrogene und enthält demnach nur die Gestagen-Wirkstoffe. Auch die Minipille besitzt eine Effektivität von 99%, jedoch nur wenn sie optimal und auf die Stunde genau eingenommen wird, denn sie verändert nur die Konsistenz der Gebärmutterschleimhaut, verhindert aber nicht den Eisprung. Für die Minipille spricht, wenn eine Unverträglichkeit gegen das Hormon Östrogen besteht. Wer häufig die Pille vergisst oder zu spät nimmt, sollte jedoch auf die Minipille verzichten und stattdessen auf die reguläre Anti-Baby-Pille zurückgreifen.
  • Zu guter Letzt ist die Pille danach zu nennen. Diese wird eingenommen, wenn das Kondom geplatzt ist, die normale Pille erbrochen oder vergessen wurde oder das Femidom bzw. Diaphragma verrutscht ist. Sie ist nur für den Notfallgebrauch und nicht für dauerhafte Einnahme geeignet, da sie starke Nebenwirkungen hervorrufen kann. Das Hormon Levonorgestrel verhindert die Reifung der Eizelle sowie den Eisprung, sofern dieser noch nicht stattgefunden hat. Dadurch wird der Transport der Eizelle in den Eileiter und die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter verhindert.

Die korrekte Einnahme der Pille

Für korrekten Einnahme der Anti-Baby-Pille sollte in jedem Fall mit dem Frauenarzt geredet werden und die beiliegende Verpackungsbeilage des Medikaments gelesen werden.

Prinzipiell ist die erste Pille am ersten Tag der Monatsblutung einzunehmen. Danach nehmen Sie, am besten jeden Tag zur selben Uhrzeit (dies erhöht die Effektivität der Pille) das dazugehörige Dragee ein. Folgen Sie der Pfeilrichtung der Verpackung bis diese leer ist. Wählen Sie eine Uhrzeit, die es Ihnen leicht macht, an die Einnahme zu denken. Zu Empfehlen wäre dafür der morgendliche Gang aufs WC oder vor dem Schlafengehen abends. Wenn Sie zu einer anderen Pille wechseln, fangen Sie wieder am ersten Tag der Monatsblutung an.

Wenn Sie die Packung aufgebraucht haben, folgen 7 einnahmefreie Tage. In den meisten Fällen setzt zwei bis drei Tagen nach der Einnahme der letzten Pille die Blutung ein. Am selben Tag wie bei der Ersteinnahme wird nun die Pille wieder eingenommen und der Vorgang beginnt von vorne.

Bei korrekter Einnahme sind Sie vom ersten Einnahmetag an und auch in den 7 einnahmefreien Tagen geschützt.

Die Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille

Durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille können eine Reihe von mehr oder weniger starken Nebenwirkungen auftreten.

Häufig auftretende Nebenwirkungen:

  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Zwischenblutungen
  • Ausfluss
  • Pilzbefall
  • Gewichtszunahme
  • Übelkeit
  • Verschwinden der Libido

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen:

  • schwere Migräneanfälle
  • Thrombosen
  • Lungenarterienembolien
  • Gelbsucht
  • hoher Blutdruck

Diese Nebenwirkungen schrecken zwar auf den ersten Blick ab und machen Angst, jedoch muss man dazu sagen, dass diese Nebenwirkungen wirklich sehr selten auftreten und meistens schon im vornherein mit dem Frauenarzt abgeklärt und zum größten Teil verhindert werden kann.

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