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Wer hat das Kondom erfunden

Rund um das Kondom gibt es viele Mythen. Schulkinder erlernen den Umgang bereits im Unterricht. Doch die Frage, wer das Kondom erfunden hat, bleibt dabei vielfach ungeklärt. Das heute moderne mit Gummi gibt erst seit 1855. Erfunden wurde es durch den Amerikaner Charles Goodyear. Richtig, der bekannte Reifenhersteller hat auch das Gummi-Kondom erfunden. Doch seinen bahnbrechenden Erfolg konnte er nicht mehr erleben. Er starb bereits im Jahr 1860, noch bevor das neue Kondom die Welt erobern sollte. Seine Erfindung war damals 2 mm dick und mit einer Naht versehen. Erst im Jahr 1912 wurde das nahtlose Gummi-Kondom erfunden. Ab dem Jahr 1930 wurde Latex verwendet. Doch das Kondom gab es schon viel früher. Lange vor der Industrialisierung. Schließlich war die Nachfrage groß. Die käufliche Liebe existierte zwar im Verborgenen und war gesellschaftlich verachtet, gehörte aber zum festen Bestandteil des Lebens. Die Damen, die sich bei dieser Dienstleistung anboten, verwendeten zum Schutz vor ungewollten Schwangerschaften und Krankheiten vielfältige und oft sehr fantasiereiche Utensilien. Allesamt die Vorgänger des heutigen Kondoms.

Geschichte zum Kondom

Die Geschichte reicht weit bis in das Jahr 2100 vor Christus zurück. Eigentlich beginnt die Entstehung bei den Griechen. Liebe und Sex hatte dort eine besondere Bedeutung. Liebestempel und Möglichkeiten für außerehelichen Sex gab es bereits in Griechenland. Vergleichbar wäre das mit einem Saunaclub in Düsseldorf, also einen Club der Neuzeit. Krankheiten gab es damals schon. Um sich davor zu schützen, wurden kondomähnliche Gerätschaften und Utensilien verwendet. König Minos soll zum Beispiel Ziegenblasen genutzt haben. Wenig später wurden Schafdärme als Kondom verwendet. Die Japaner hingegen nutzten Lederhüllen, die sie direkt aus der Tierhaut gewannen.

Doch erst um 1554 gab es eine echte Innovation aus Italien. Dort gab es immer mehr Vergnügungseinrichtungen. Die antiken Saunaclubs boomten. Doch eine richtige Verhütung gab es nicht. Erstmals wurden Leinensäcke als Kondom genutzt, die zuvor in Medikamente eingetaucht wurden. Damals waren Geschlechtskrankheiten weit verbreitet. Ohne Schutz war es einfach zu gefährlich. Im 17. Jahrhundert wurden dann Schafblinddärme und Fischblasen als Schutz genutzt. Verbreitet hatte dieser der britische Arzt Dr. Condom. Viele erklären damit die Namensgebung. Sicher ist dieser Verweis aber bis heute nicht. Es gibt weiterhin auch zahlreiche andere Erklärungen und Mythen. Genaueres wurde nie richtig erforscht. Auch die großen Kondomhersteller haben sich wenig um die eigentliche Geschichte bemüht. Dennoch ist das Kondom wohl eine der großartigsten Erfindungen. Was würden wir ohne in einem Saunaclub, bei einem One-Night-Stand oder generell in den ersten Wochen einer neuen Beziehung machen?

Probleme beim Kondom

Das Kondom ist wichtig und sollte immer bei den ersten sexuellen Kontakten verwendet werden. Doch bis heute wurde es kaum weiterentwickelt. Ein großes Problem, warum das Kondom teilweise unbeliebt ist, liegt daran, dass es sich nicht wirklich gut anfühlt. Doch das könnte sich bald ändern. Nach jahrzehntelangem Stillstand könnte es eine neue Innovation geben. Augenblick werden Kondome mit Hydrogel erforscht. Dabei handelt es sich um ein Material, das wie eine zweite Haut anliegt und tatsächlich gefühlsecht sein soll. In der Medizin wird Hydrogel bereits für die Bildung von Blutgefäße aber auch für Augenimplantate eingesetzt.

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